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Sport news
Spanien trumpft auf und schickt Irland auf die Heimreise Angeführt von Doppel-Torschütze Fernando Torres hat Titelverteidiger Spanien mit einem 4:0 (1:0)-Kantersieg gegen Irland groß aufgetrumpft und das vorzeitige EM-Aus der Insel-Kicker besiegelt. Bei der zauberhaften Vorstellung des Welt- und Europameisters glänzte der umstrittene Angreifer vom Champions-League-Gewinner FC Chelsea als eiskalter Vollstrecker und krönte mit seinen Toren in der 4. und 70. Minute die Gala des EM-Favoriten. "Ich habe es besonders genossen", sagte Torres. David Silva (49.) und Cesc Fabregas (83.) steuerten vor 39 150 Zuschauern in Danzig die weiteren Treffer zum ungefährdeten Erfolg bei, durch den die Iberer in der Gruppe C mit vier Zählern die Tabellenführung vor den punktgleichen Kroaten übernahmen. Das irische Team von Trainer-Gentleman Giovanni Trapattoni, der die Vorführung an der Seitenlinie mit einer Leidensmiene verfolgte, muss nach dem letzten Gruppenspiel gegen Italien definitiv die Koffer packen. Spaniens Coach Vicente del Bosque bewies mit seiner einzigen Änderung gegenüber dem 1:1 gegen Italien ein glückliches Händchen. Anstelle von Auftakttorschütze Fabregas durfte Torres als Sturmspitze von Beginn an ran - und der 28 Jahre alte Angreifer bedankte sich frühzeitig für das Vertrauen. Nach einem abgeblockten Versuch von Silva schnappte sich Torres die Kugel und hämmerte sie über Irlands Keeper Shay Given hinweg unter die Latte. Die Stürmerfrage hatte in den Tagen vor dem Spiel die Fußball-Nation Spanien gespalten. Del Bosque hatte sich davon jedoch unbeeindruckt gezeigt. "Ich entscheide danach, was am besten für Spanien ist", erklärte er und wurde in seiner Aussage durch die starke Leistung von Torres bestätigt. "El nino" schlug 20 Minuten vor Schluss noch einmal zu und wurde kurz darauf bei seiner Auswechslung mit tosendem Beifall der spanischen Fans verabschiedet. "Was vorher gesagt wird, muss man vergessen. Wir hatten riesen Lust auf den ersten Sieg bei dieser EM. Die ganze Mannschaft hat überzeugend gespielt, das System hat geklappt", resümierte Torres. Dessen früher Führung folgte Einbahnstraßen-Fußball in nahezu perfekter Form. Der Titelverteidiger zauberte und spielte die überforderten Iren teilweise schwindlig. Rechtsverteidiger Álvaro Arbeloa agierte als verkappter Flügelflitzer, Abwehrchef Piqué war mehr im gegnerischen als im eigenen Strafraum zu finden. "Zunächst lief es etwas zäh, in der zweiten Halbzeit war es dann einfacher", meinte Piqué. Einziges Manko war zunächst die Chancenverwertung. Torres (8.) verzog in aussichtsreicher Position, Andres Iniesta scheiterte aus der Distanz zweimal an Given. Das Fazit über Spaniens wunderbares Kombinationsspiel lautete daher zur Pause: Sehr schön anzuschauen, aber zu wenig effektiv. Die Iren waren der Aufgabe gegen den Welt- und Europameister nicht gewachsen und kamen kaum aus der eigenen Hälfte heraus. "Das war die beste Mannschaft, gegen die wir jemals gespielt haben. Was die alles können ist fantastisch", sagte Mittelfeldspieler Keith Andrews. Spaniens Torhüter Iker Casillas war so gut wie nicht gefordert und stand die meiste Zeit tatenlos im Dauerregen. Seine Vorderleute zogen auch nach dem Wechsel ihr gefürchtetes Kurzpassspiel auf und kamen erneut schnell zum Erfolg. Silva tanzte im Strafraum drei irische Verteidiger aus und schlenzte den Ball gekonnt ins Eck. Kurz vor Schluss stellte der für Torres gekommene Fabregas den auch in dieser Höhe verdienten Endstand her. Einen noch höheren Sieg verhinderte Irland-Keeper Given. |
Mehrkampf: Knobel und Mächtig auf Olympia-Kurs Zehnkämpfer Jan Felix Knobel steuert seine erste Olympia-Teilnahme an. Beim Mehrkampf-Meeting der Leichtathleten in Ratingen lag der 23-jährige Hallenser nach den ersten fünf Disziplinen mit 4175 Punkten an dritter Stelle. Die Führung übernahm Larbi Bourrada aus Algerien mit 4439 Punkten vor Yunior Diaz aus Kuba (4204). Bereits für die Olympischen Spiele in London qualifiziert sind Pascal Behrenbruch (Frankfurt/Main) und Rico Freimuth (Halle). Sie hatten beim Meeting an Pfingsten in Götzis/Österreich die 8300-Punkte-Marke überboten und sich damit direkt zwei der drei London-Tickets der deutschen Zehnkämpfer gesichert. Im Siebenkampf ist auch Julia Mächtig auf Olympia-Kurs. Die WM-Neunte von 2009 aus Neubrandenburg belegte nach vier Disziplinen mit 3662 Punkten hinter der Neuseeländerin Rebecca Wardell (3706 Punkte) den zweiten Platz im Gesamtklassement. Mächtigs deutsche Konkurrentin um den letzten London-Startplatz, Maren Schwerdtner (Hannover), lag mit 3565 Zählern an dritter Position. Schon für die Sommerspiele an der Themse qualifiziert sind Jennifer Oeser (Leverkusen) und Lilli Schwarzkopf (Rhein-Wied). Sie verzichteten daher ebenso wie Behrenbruch und Freimuth auf einen Start in Ratingen. |
Medien: Ex-Milan-Star Gattuso wechselt zum FC Sion Der ehemalige Fußball-Weltmeister Gennaro Gattuso soll laut eines Berichts der italienischen "Gazzetta dello Sport" zum FC Sion in die Schweiz wechseln. Auf ihrer Homepage vermeldete die Zeitung, dass der einstige Mittelfeldabräumer des AC Mailand einen Zweijahresvertrag bei dem Schweizer Erstligisten bestätigt habe. Gattuso, der 2006 mit Italien den WM-Titel in Deutschland geholt hatte, hatte vor einem Monat seinen Abschied von Milan bekanntgegeben. "Der Moment ist jetzt gekommen, um zu gehen. Ich weiß noch nicht, wohin ich gehen werde", hatte der 34 Jahre alte Gattuso damals gesagt. Seit 1999 bestritt er 468 Spiele für den AC. |
Mandzukic' EM-Show - Italien nach 1:1 in Bedrängnis Mit schmerzverzerrtem Gesicht wurde Mario Mandzukic mit der Trage vom Platz gebracht, Andrea Pirlo quittierte die Ehrung als bester Akteur des Spiel mit einem gequälten Lachen. Während für den Bundesligastürmer nach seinem dritten Turniertreffer für Kroatien der Kummer über seine Auswechslung schnell verflogen sein dürfte, fühlte sich das 1:1 für den Italiener wie eine Niederlage an. Mandzukic setzte seine imposante EM-Show fort und brachte Italien in arge Bedrängnis. Der Fußballprofi des VfL Wolfsburg erzielte gegen die Squadra Azzurra den wichtigen Ausgleich zum 1:1 in der 72. Minute und lässt damit die Mannschaft von Coach Slaven Bilic vom Viertelfinale träumen. Vor 37 096 Zuschauern in Posen war Regisseur Pirlo (39.) mit dem ersten direkt verwandelten Freistoß der EM die Halbzeitführung gelungen. Mandzukic hatte bereits gegen Irland (3:1) doppelt getroffen. Kroatien hat in Gruppe C vier Zähler auf dem Konto, Italien trotz des berauschenden 1:1-Auftakts gegen Spanien nun zwei. Die Mannschaft von Cesare Prandelli trifft zum Vorrundenabschluss am Montag auf Giovanni Trapattonis Irland. Bilic und die Kroaten bekommen es mit Weltmeister Spanien zu tun. Der frühere KSC-Profi reagierte erleichtert. "Ich muss meiner Mannschaft gratulieren, dass sie Willen und Charakter gezeigt hat in der zweiten Hälfte", bilanzierte Bilic. "Wir hatten mit Mario Balotelli und Antonio Cassano in der ersten Hälfte viele Probleme, aber wir haben unsere Strategie dann besser angepasst." Prandelli gab sich kämpferisch. "Die Mannschaft hat bis zuletzt gekämpft, gut ausbalanciert gestanden und wenig zugelassen. Das war aber eine vergebene Chance, wir haben ein vermeidbares Tor kassiert", sagte er. "Es fehlte uns an Kaltschnäuzigkeit und Energie. Wir glauben aber weiter an unsere Fähigkeiten." Pirlo forderte einen Sieg im letzten Gruppenspiel: "Wir müssen nun gewinnen." Beide Mannschaften gingen mit unveränderten Startformationen in das Duell. Italien griff im Sturm neben Antonio Cassano auf Mario Balotelli statt des Auftakttorjägers Antonio Di Natale zurück, Kroatien setzte auf Wolfsburgs Doppeltorschützen Mario Mandzukic. Mit schwulenfeindlichen Äußerungen hatte "Enfant terrible" Cassano die Vorbereitung der Italiener empfindlich gestört. Der 29-Jährige sagte im Casa Azzurri auf die Frage eines Reporters: "Ich hoffe, dass keine Schwulen in der Mannschaft sind!" Von Verunsicherung war bei den Italienern aber zunächst nichts zu sehen. Regisseur Andrea Pirlo dirigierte seine Mitspieler wie gegen Spanien vorbildlich. Balotelli (3./16.) und Claudio Marchisio (11.) setzten mit ihren Schüssen auf den Kasten von Keeper Stipe Pletikosa die ersten Ausrufezeichen. Auf die Druckwelle der Squadra Azzurra reagierten die Kroaten: Nikica Jelavic (20.) verpasste eine Flanke von Kapitän Darijo Srna nur haarscharf. Marchisio (37.) scheiterte erst zweimal am glänzenden Pletikosa, bevor Pirlo (39.) für verdiente italienische Erleichterung sorgte. Mit dem ersten direkt verwandelten Freistoß der EM traf er aus rund 18 Metern und markierte damit sein zehntes Tor für die Nationalelf. Kroatischer Offensivwirbel wie gegen Irland? Auch nach der Halbzeit erstmal Fehlanzeige. Italiens Abwehr um den umsichtigen Daniele De Rossi ließ Mandzukic & Co. nicht zur Entfaltung kommen. Auch der hochgehandelte Luka Modric kam nicht wie gewohnt ins Spiel, mit zwei Schüssen (47./49.) forderte er Gianluigi Buffon nicht ernsthaft. Bengalos (55.) aus dem Kroaten-Block verpufften rasch. Italien verpasste es hingegen, weiter nachzulegen. Balotelli (61.) verfehlte aus rund 21 Metern erneut den Kasten. Acht Minuten später musste die Sturmdiva für Di Natale vom Feld. Fast im Gegenzug verwertete Mandzukic (72.) elegant eine Flanke von Ivan Strinic. Die Fans der Kroaten warfen erneut Bengalos aufs Feld. Angeschlagen musste Mandzukic (90.+4) für Niko Kranjcar ausgewechselt werden. |
Kritiker Scholl lobt Gomez: "Perfekte Leistung" TV-Kritiker Mehmet Scholl hat Mario Gomez nach dessen beiden Treffern zum 2:1-Sieg gegen die Niederlande bei der Fußball-EM in höchsten Tönen gelobt. "Er hat ein wunderbares Spiel gemacht. Es war, nicht nur wegen der zwei Weltklassetore, eine perfekte Leistung", sagte Scholl in der ARD. Der Trainer der Bayern-Reserve attestierte dem deutschen Nationalstürmer im Spiel gegen die Holländer "viel Leidenschaft". Zuvor hatte Scholl dem Doppel-Torschützen bereits via "Bild"-Zeitung gratuliert. "Ich bin stolz auf Mario. Einsatz und Erfolg haben zusammengepasst", sagte Scholl. Nach dem 1:0-Siegtor von Gomez gegen Portugal im ersten EM-Gruppenspiel hatte Scholl den Stürmer noch heftig attackiert und damit eine Debatte um den Einsatz und die Spielweise des Bayern-Profis ausgelöst. "Ich hatte zwischendrin Angst, dass er sich wund gelegen hat, dass man ihn wenden muss", hatte Scholl am vergangenen Samstag in der ARD gesagt. Gomez gestand nach dem Erfolg gegen die Holländer, dass ihn die tagelange Diskussion durchaus beschäftigt hat. "Es war Druck ohne Ende", bekannte er. |
Dämpfer für Wimbledon-Hoffnungen von Tsonga Der Weltranglisten-Fünfte Jo-Wilfried Tsonga hat sich bei seiner Drittrunden-Niederlage im Londoner Queen's Club am Finger verletzt. Der Franzose muss nun womöglich um seine Teilnahme am ruhmreichen Turnier in Wimbledon vom 25. Juni bis 8. Juli bangen. "Ich denke, es ist etwas ernstes", sagte Tsonga nach seiner 6:7 (3:7), 6:3, 6:7 (5:7)-Niederlage gegen den Kroaten Ivan Dodig. Er habe die Verletzung noch nicht untersuchen lassen. Aber: "Es hat sich angefühlt, als wenn etwas gebrochen ist oder einige Bänder gedehnt wurden." Er sei einfach gefallen und dabei passierte es. Im vergangenen Jahr hatte Tsonga bei den All England Championships im Viertelfinale sensationell den sechsmaligen Wimbledon-Gewinner Roger Federer bezwungen. Im Halbfinale war er dann am späteren Turniersieger Novak Djokovic aus Serien gescheitert. |
DSV-Starter zum Auftakt in Rom ohne Podestplatz Die voraussichtlichen deutschen Olympia-Starter sind zum Auftakt des Sieben-Hügel-Schwimmfests in Rom ohne Sieg und ohne Podestplatz geblieben. Für das beste Ergebnis sorgte der Darmstädter Marco Koch mit Rang vier in 1:00,92 Minuten über 100 Meter Brust. Den Sieg holte sich der Trainingspartner des EM-Zweiten über 200 Meter Brust, Cameron van der Burgh aus Südafrika (1:00,39). Über 100 Meter Schmetterling musste sich Steffen Deibler mit dem fünften Platz zufriedengeben. Der Hamburger war in 52,92 Sekunden gut vier Zehntelsekunden langsamer als Gewinner Chad Le Clos (Südafrika/52,51). Ein erneutes Ausrufeichen über 50 Meter Freistil der Frauen setzte Ranomi Kromowidjojo. Die Niederländerin blieb in 24,21 Sekunden unter der EM-Siegerzeit von Britta Steffen (24,37) vor drei im ungarischen Debrecen. Kromowidjojo führt in 24,10 Sekunden auch die Weltjahresbestenliste über die 50 Meter Freistil an. Die Zeit hatte sie im April in Eindhoven erzielt. |
Favoriten setzen sich in Halle durch Zwei Deutsche und die beiden großen Favoriten haben bei den 20. Gerry Weber Open im westfälischen Halle das Viertelfinale erreicht. Dort kommt es bei dem mit 663 750 Euro dotierten ATP-Turnier zum Duell zwischen French-Open-Rekordsieger Rafael Nadal und Philipp Kohlschreiber. Der an Nummer eins gesetzte Spanier gewann sein erstes Spiel auf Rasen gegen den Slowaken Lukas Lacko mit 7:5, 6:1. Titelverteidiger Kohlschreiber benötigte beim 6:7 (5:7), 6:1, 6:3 gegen den Polen Lukasz Kubot mehr als zwei Stunden. Zudem steht auch der 34 Jahre alte Tommy Haas nach seinem Zwei-Satz-Sieg gegen Marcel Granollers (Spanien) als zweiter Deutscher im Viertelfinale. Der fünfmalige Gerry-Weber-Open-Sieger Roger Federer wurde bei seinem ersten Auftritt am Abend ebenfalls seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich gegen Florian Mayer aus Bayreuth mit 6:4, 7:5 durch. Nadal hatte drei Tage nach seinem siebten Titelgewinn bei den French Open in Paris lediglich im ersten Satz gegen Lacko Probleme, im zweiten Satz fand sich der 26 Jahre alte Mallorquiner auf dem Untergrund besser zurecht. "Der erste Satz war sehr schwierig nach der Umstellung in so kurzer Zeit von Asche auf Rasen", sagte Nadal, der bei seinem zweiten Auftritt in der westfälischen Provinz sein erstes Spiel gewann. Kohlschreiber benötigte mehr als zwei Stunden für seinen sechsten Viertelfinaleinzug bei den Gerry Weber Open. "Im ersten Satz war ich zu zaghaft. Aber dann wurde mein Aufschlagspiel immer besser", sagte der Titelverteidiger vor seinem Duell mit Top-Spieler Nadal. "In acht Spielen habe ich achtmal gegen ihn verloren. Auf Asche habe ich immer eine Packung bekommen, aber auf Rasen rechne ich mir bessere Chancen aus", sagte Kohlschreiber nach dem Erfolg gegen den Polen Kubot. Nach dem 6:7 im ersten Satz hatte der Augsburger anschließend mit 6:1 und 6:3 kaum noch Mühe mit dem Weltranglisten-50. "Das gibt mir Mut für das nächste Spiel", meinte Kohlschreiber, der im Vorjahr das deutsche Finale gegen Philipp Petzschner gewann. Auch Haas, Turniersieger in Halle 2009, zeigte sich wieder in guter Form und setzte sich gegen den spanischen Doppelspezialisten Granollers durch. Der 34-Jährige, der nach vielen Verletzungspausen wieder in die Top 100 zurückgekehrt ist, trifft nun in der Runde der letzten acht Spieler auf den Weltranglistensiebten Tomas Berdych. Der an Nummer drei gesetzte Tscheche bestach tags zuvor bei seinem Zwei-Satz-Sieg gegen Victor Troicki (Serbien). "Ich bin froh, dass ich noch mal eine Chance habe gegen einen Top-Ten-Spieler anzutreten. Er ist natürlich Favorit", sagte Haas, der seit einigen Wochen wieder im Rhythmus ist und für das Grand-Slam-Turnier in Wimbledon eine Wild Card erhalten hat. |
Ukraine bleibt nach Frankreich-Spiel in Donezk Die ukrainische Fußball-Nationalmannschaft wird nach ihrem zweiten EM-Gruppenspiel gegen Frankreich zunächst nicht wieder in ihr Camp nach Kiew reisen, sondern in Donezk bleiben. Das bestätigte Teamsprecher Alexander Glywinski am. So habe man weniger Flüge und müsse nicht zwischen den Städten hin- und herpendeln. In Donezk findet am Dienstag auch die abschließende Vorrundenpartie gegen England statt. Die Mannschaft von Nationaltrainer Oleg Blochin hatte zum Auftakt der Euro mit 2:1 gegen Schweden gewonnen. |
Damen-Besuch: England angriffslustig gegen Schweden Schluss mit dem Chelsea-Beton! Nach ausgedehnter Regeneration und dem Besuch der Partnerinnen und Familien fühlen sich Englands Fußballer fit genug, ihre unansehnliche Defensivtaktik á la FC Chelsea aufzugeben. Gegen Schweden im zweiten EM-Gruppenspiel am Freitag in Kiew (20.45 Uhr) wollen die "Three Lions" auch ohne Superstar Wayne Rooney stürmen. "Ich hoffe doch, dass wir gegen Schweden mehr Ballbesitz in der gegnerischen Hälfte haben werden. Dann sollten wir Schwedens Defensive vor mehr Probleme stellen", sagte Nationalcoach Roy Hodgson am Donnerstagabend in Kiew. "Das Spiel gegen die Schweden wird auf jeden Fall schöner anzusehen. Da wird es von Anfang an Tormöglichkeiten geben", versprach auch Rooney-Vertreter Danny Welbeck vor seinem zweiten EM-Einsatz. Der noch ein Spiel gesperrte Rooney durfte am Morgen bei sintflutartigem Regen erneut nur als England-Maskottchen den 1500-Kilometer-Flug von Krakau ins sommerlich warme Kiew mitmachen. Zuvor wurde Englands Superstar von Gattin Coleen über seine bisherige Zuschauerrolle hinweg getröstet. Zusammen mit dem zweijährigen Sohn Kai, der in ein England-Trikot mit der Aufschrift "Daddy" gesteckt wurde, und Bruder Anthony kam Mrs. Rooney per Privatjet nach Polen geflogen, um mit ihren Mann den vierten Hochzeitstag nachzufeiern. "Hatte eine tolle Zeit mit Coleen, Anthony und Kai heute", twitterte Rooney. Die nächste Familienzusammenführung steht für Sonntag an. Bis dahin soll ein großer Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht sein. "Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir gewinnen werden", bekräftigte Kapitän Steven Gerrard. Nach dem wenig ansehnlichen und hart erkämpften 1:1 zum Auftakt gegen Frankreich arbeitete Hodgson im Training vor allem am ohne Rooney noch stockenden Angriffsspiel. "Der letzte Pass, der muss sitzen", forderte Hodgson. Nach seinem Wohlfühlprogramm der letzten Tage ist zumindest die Stammelf fit. Kleinere Wehwehchen wie bei Ashley Cole, der aufgrund seiner Sprunggelenksprobleme zwischenzeitlich mit dem Training aussetzen musste, sind wohl kein Problem. Hodgson ließ durchblicken, dass er mit derselben Elf, die den hoch eingeschätzten Franzosen einen Punkt abtrotzte, antreten will. "Es wird keine großartigen Wechsel geben. Wir haben keine Verletzungsprobleme und die Spieler, die gegen Frankreich wirklich gut gespielt haben, sind auch für das Spiel heiß", sagte Hodgson. Von der englischen Harmonie können die Schweden um ihren Superstar Zlatan Ibrahimovic nur träumen. Der einstige Angstgegner der Engländer, der erst vor sieben Monaten seine erste Niederlage nach zuvor 43 Jahren ohne Pleite gegen die "Three Lions" einstecken musste, war vor der vorentscheidenden Partie bemüht, Teamgeist zu demonstrieren. "Wir sind eine Einheit. Das ist eine unserer größten Qualitäten als Team. Wir ziehen an einem Strang", sagte Verteidiger Jonas Olsson. Nach dem 1:2 zum Auftakt gegen die Ukraine hatte Coach Erik Hamren den Mannschaftsgeist noch infrage gestellt. Für Wirbel sorgte zudem eine Spielerei im Training, die Ersatzkeeper Johan Wiland verlor und sich deshalb gebückt am Spielfeldende auf das entblößte Hinterteil schießen lassen musste. Die vermeintliche Spaß-Aktion rief gar Schwedens Ministerpräsidenten Fredrik Reinfeldt auf den Plan. "Menschen mit Verantwortung sollten solche Dinge vermeiden und sich vernünftig verhalten", beschwerte sich der Politiker und erinnerte die Spieler an ihre Pflichten: "Das wichtigste für die Schweden ist, dass das Nationalteam am Freitag gewinnt." Sonst droht Ibrahimovic und Co. das vorzeitige Aus. |
Rosberg: "Wir haben absolut das schnellste Auto" Nico Rosberg will nach seinem sechsten Platz beim Großen Preis von Kanada im kommenden Formel-1-Rennen wieder voll angreifen. "Ich habe das gute Gefühl, bei jedem Rennen gewinnen zu können", sagte der Mercedes-Pilot am Donnerstag bei einem PR-Termin in München. An den Qualitäten seines bislang fast ausnahmslos einwandfrei funktionierenden Silberpfeils hat Rosberg keinerlei Zweifel. "In Montréal, das war ein kleiner Rückschritt. Aber wir haben absolut das schnellste Auto", sagte der derzeitige WM-Fünfte. Mit 67 Punkten hat Rosberg vor dem achten Saisonlauf im spanischen Valencia in gut einer Woche 21 Zähler Rückstand auf Kanada-Sieger und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (Großbritannien) im McLaren. "Alles ist möglich", sagte Rosberg zu seinen eigenen WM-Chancen. Der Sohn des Titelträgers von 1982 Keke Rosberg - er wurde mit nur einem Sieg Weltmeister - hatte im April beim Großen Preis von China seinen ersten Sieg in der Formel 1 gefeiert. Es war zudem der erste Erfolg für das Mercedes-Werksteam nach der Übernahme von BrawnGP zur Saison 2010 gewesen. Während es bei Rosberg "richtig gut" läuft, wird sein Teamkollege Michael Schumacher das Pech nicht los. Fünfmal fiel der Rekordweltmeister bereits in diesem Jahr aus, viermal wegen technischer Defekte. So wie am vergangenen Sonntag in Kanada wegen des klemmenden Heckflügels. "Wir haben in letzter Zeit ein bisschen Pech gehabt, aber wir müssen uns als Team weiter verbessern", meinte Rosberg. |
Pawljutschenko: Gegen Griechen "beginnt K.o.-Phase" Der russische Angreifer Roman Pawljutschenko hält das Vorrunden-Finale gegen Griechenland für die schwerste Aufgabe in der Gruppenphase. "Das wird noch härter für uns als gegen Tschechien und Polen. Das Spiel gegen Griechenland ist der Kampf um das Viertelfinale. Die brauchen einen Sieg, wir brauchen einen Sieg. Eigentlich beginnt am Samstag die K.o.-Runde", sagte Pawljutschenko auf der Internetseite des russischen Verbandes RFS. Mit einem Erfolg am Samstag in Warschau (20.45 Uhr) würde sich die Sbornaja nach dem 4:1 gegen Tschechien und dem 1:1 gegen Polen den Gruppensieg sichern. Griechenland muss unbedingt gewinnen, um noch eine Chance auf das Viertelfinale zu haben. "Das ist ein kampfstarkes, trickreiches Team, kein einfacher Gegner", meinte Pawljutschenko voller Respekt. Sein Team führt das Klassement in Gruppe A mit vier Punkten vor Tschechien (3), Polen (2) und Griechenland (1) an. Co-Gastgeber Polen trifft in Breslau (20.45 Uhr/ZDF) auf die Tschechen. Russland will Platz eins in der Gruppe unbedingt verteidigen, um dann auch im Viertelfinale am 21. Juni in Warschau spielen zu können. "Das würde nicht nur Prestige und Punkte, sondern auch gute Laune bringen", hieß es auf der Homepage des RFS. "Damit könnten wir in Warschau bleiben, was uns in den letzten zehn Tagen fast zur Heimat geworden ist." Als Gruppenzweiter würde das Team von Dick Advocaat am 22. Juni in Danzig spielen. Der Viertelfinal-Gegner kommt in jedem Fall aus der deutschen Gruppe B. |
Blochin: Kein Kommentar zu EM-Boykott Ukraines Fußball-Nationaltrainer Oleg Blochin hat jeden Kommentar zum EM-Boykott der französischen Regierung verweigert. "Ich bin auf keinem politischen Treffen, ich bin auf der Pressekonferenz", sagte der Coach vor dem Gruppenspiel gegen Frankreich in Donezk. "Wir sprechen über Fußball, bitte stellen sie keine politischen Fragen." Neben Frankreichs Präsident François Hollande hatte auch das gesamte Kabinett angekündigt, aus Protest gegen Menschenrechtsverletzungen nicht zu den Spielen in der früheren Sowjetrepublik reisen zu wollen. Nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Schweden plagen Blochin zwar kleinere Personalprobleme, "aber nichts wirklich Schlimmes. Niemand hat sich das Bein gebrochen", sagte der 59-Jährige. Er werde erst am Spieltag über seine Startformation entscheiden, das Abschlusstraining bestritten alle 23 Profis des Kaders. Auch im Duell mit Frankreich ruhen die ukrainischen Offensivhoffnungen auf Stürmerstar Andrej Schewtschenko, der im ersten Spiel beide Tore erzielt hatte. "Er gibt das beste Beispiel in Sachen Professionalität für die Jungen und zeigt, dass man auch in seinem Alter noch sehr gut spielen kann", lobte Blochin. Angesichts der erwarteten Hitze von bis 32 Grad in der Donbass Arena werde das Wetter eine Rolle spielen, meinte der frühere Profi von Dynamo Kiew. "90 Minuten lang auf Angriff und Pressing zu spielen, wird sehr schwer", meinte Blochin, "wir sind solche klimatischen Bedingungen aber gewöhnt, wir müssen damit umgehen." |
Schweden-Coach: Druck gegen England gut für mein Team Schwedens Coach Erik Hamren hat keine Angst vor dem frühzeitigen Aus bei der Fußball-EM. Trotz des bitteren 1:2 zum Auftakt gegen Gastgeber Ukraine sieht Hamren sein Team als stark genug an, England im zweiten Vorrundenspiel am Freitag in Kiew (20.45 Uhr) zu schlagen. "Auch in der Qualifikation mussten wir die letzten beiden Spiele gegen Finnland und Holland gewinnen. Das musste getan werden und wir haben es getan. Wir kennen diese Situation also und das ist unser Vorteil", sagte Hamren am Donnerstag in Kiew. Sollte Schweden gegen England verlieren, könnte dies bereits vor der abschließenden Partie am kommenden Dienstag gegen Frankreich das EM-Aus für die Skandinavier bedeuten. |
Van Marwijk trainiert nur mit Ersatzspielern Am Tag nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Deutschland hat Bondscoach Bert van Marwijk in Krakau lediglich mit den Ersatzspielern trainiert. Die niederländische Stammelf absolvierte eine Einheit im Fitnessraum des Sheraton Hotels und schenkte sich die Übungsstunde im Regen. Von den Fußball-Profis, die am Mittwochabend in Charkow zum Einsatz gekommen waren, standen allein Dirk Kuyt und Ibrahim Afellay auf dem Rasen des Reymana Stadions. Kuyt war gegen die DFB-Elf in der Schlussphase für den enttäuschenden Arjen Robben gekommen, Afellay zur Pause gegen Klaas-Jan Huntelaar ausgetauscht worden. Huntelaar fehlte beim Training wie der ebenfalls eingewechselte Rafael van der Vaart. Das Oranje-Team war wegen Verspätungen am Flughafen von Charkow erst um kurz vor vier Uhr morgens wieder in Krakau angekommen. Van Marwijk hatte die Einheit bereits zuvor auf den Nachmittag verlegt, weil der Vize-Weltmeister schon nach der ersten Partie in der Ukraine unter den chaotischen Zuständen am dortigen Flughafen gelitten hatte. Reden über die zweite Niederlage des Turniers wollte am Donnerstag niemand aus dem niederländischen Team. Am Freitagvormittag steht eine weitere Einheit in Krakau an, ehe sich die Elftal am Samstag wieder auf den Weg nach Charkow macht. Der Europameister von 1988 muss sein letztes Spiel gegen Portugal mit mindestens zwei Toren Unterschied gewinnen und zudem auf einen deutschen Sieg gegen Dänemark hoffen. Ansonsten ist die EM für das Oranje-Team vorzeitig beendet. |
Sagan dominiert Tour de Suisse - Vierter Tagessieg Der Slowake Peter Sagan ist weiterhin der Dominator der diesjährigen Tour de Suisse. Der Radprofi holte sich auf der sechsten Etappe seinen vierten Tagessieg. Der Fahrer aus dem italienischen Liquigas-Team verwies im Sprint nach 198,5 Kilometern den Briten Ben Swift und den Australier Allan Davis auf die Plätze. In der Gesamtwertung gab es keine Veränderungen. Rui Costa aus Portugal trägt weiterhin das Gelbe Trikot des Spitzenreiters. Bester Deutscher ist Linus Gerdemann aus Münster auf Rang 31. Auf dem mittelschweren Teilabschnitt von Wittnau nach Bischofszell hatte sich zwischenzeitlich eine vierköpfige Spitzengruppe abgesetzt. Diese wurde kurz vor dem Ziel jedoch gestellt. Am (morgigen) Freitag könnten die ersten Entscheidungen im Kampf um den Gesamtsieg fallen, wenn das Einzelzeitfahren über 34,3 Kilometer rund um Gossau ansteht. |
Wildcard für ehemaligen Weltranglisten-Ersten Roddick Der ehemalige Weltranglisten-Erste und dreimalige Wimbledon-Finalist Andy Roddick will über eine Wildcard versuchen, sich wieder in Form zu bringen. Der seit dem 26. März sieglose Amerikaner startet in der kommenden Woche bei dem Turnier in Eastbourne. Er freue sich darauf, dort auf Gras die letzten Vorbereitungen für Wimbledon zu treffen, sagte Roddick. Einen Tag zuvor war der 32-Jährige im Londoner Queens Club bereits bei seinem Auftaktmatch an dem französischen Außenseiter Édouard Roger-Vasselin gescheitert. Nach zwei Spielzeiten mit Verletzungen und Krankheiten liegt der einstige US-Open-Sieger Roddick nur noch auf dem 32. Platz in der Weltrangliste. |
Punktrichter bewerten verlorenen Pacquiao-Kampf neu Der Boxkampf zwischen dem früheren philippinischen Weltmeister Manny Pacquiao und dem Amerikaner Timothy Bradley soll von einer Jury neu bewertet werden. Das teilte der Verband World Boxing Organization (WBO) mit. Titelverteidiger Pacquiao hatte das WM-Duell im Weltergewicht am vergangenen Samstag trotz deutlicher Überlegenheit nach Punkten verloren. Beobachter sahen den 33-jährigen Filipino als klaren Sieger, die drei Punktrichter werteten jedoch mehrheitlich für Bradley. Laut WBO-Präsident Francisco Valcarcel sollen nun fünf renommierte Kampfrichter das Duell anhand einer Video-Aufzeichnung neu bewerten. Pacquiao soll rund 100 Treffer mehr als Bradley gesetzt haben. Zudem soll der Amerikaner, wie sich später herausstellte, von der zweiten Runde an mit gebrochenem linken Fuß geboxt haben. Pacquiao gilt als weltbester Boxer. Er ist der einzige Profi überhaupt, der in sieben verschiedenen Gewichtsklassen Weltmeister wurde. Der Filipino gehört zu den bestbezahlten Sportlern der Welt. Allein das Duell gegen Bradley soll ihm eine Börse von mindestens 26 Millionen Dollar beschert haben. |
Ukraine im "Rausch" - Frankreichs Respekt vor Schewa Zum Ende des Trainings lieferte der umjubelte Volksheld seinen 6000 ukrainischen Fans auch noch ein emotionales Rührstück. Andrej Schewtschenko schloss seinen Sohn auf dem Rasen des Stadions in Kiew in die Arme und übergab dann dem sechs Jahre alten Timur Schamanow ein Trikot. Der Sprössling eines Abgeordneten war wegen seines enthusiastischen Jubels bei Schewtschenkos 2:1-Siegtreffer über Schweden zum EM-Auftakt vom ganzen Land ins Herz geschlossen worden. "Slawa Ukraine" (Ehre der Ukraine), rief der 35-Jährige Stürmerstar den Anhängern zu, die ihn mit "Schewa, Schewa"-Rufen feierten. "Das war die Show von Schewtschenko", schrieb die "L'Équipe". Vor dem zweiten EM-Auftritt Schewtschenkos gegen Frankreich am Freitag (18.00 Uhr) in Donezk versinkt die Ukraine "in einem Rauschzustand", wie Laurent Blanc erkannt hat. "Die Menschen werden stärker hinter ihrem Team stehen als jemals zuvor. Das wird ohne Zweifel ein hartes Spiel", konstatierte der französische Nationaltrainer, der mit seiner Mannschaft nach dem müden 1:1 gegen England unbedingt einen Sieg braucht. Nicht nur die Ukraine liegt Schewtschenko zu Füßen - auch Blanc outete sich vor dem Duell als Fan. "Ich habe kürzlich einen Artikel über "Schewa" gelesen. Darin hieß es, dass er kaum noch gehen könnte und sein Rücken kaputt sei", sagte der frühere Weltklasse- Verteidiger über den Doppeltorschützen, "nun, gegen Schweden hat er gezeigt, dass großartige Spieler es nie verlernen. Ich bin glücklich für ihn, weil er jemand ist, den ich sehr schätze." Es sei eine "großartige Ehre" gegen Schewtschenko zu spielen, meinte ebenfalls Frankreichs Torhüter Hugo Lloris voller Ehrfurcht. "Wir müssen ihn besonders im Auge behalten, weil er den Unterschied machen kann." Erleichtert war der Co-Gastgeber, dass ein Unfall Schewtschenkos in der Nacht zu Dienstag mit seinem Sportflitzer glimpflich ausgegangen war. "Ich bin sehr zufrieden mit meiner Fitness", sagte der Angreifer, "vor uns liegt ein wichtiges Spiel, das attraktiven Fußball bereithalten sollte." Die Ukraine würde nichts fürchten, meinte Trainer Oleg Blochin mit Blick auf das anstehende Spiel. "Warum sollten wir Angst vor Frankreich haben?" Allerdings warnte Blochin sein Team vor zu ausschweifender Euphorie. "Wir haben nur ein Spiel gewonnen und einige unserer Jungs schwebten bereits in den Wolken. Ich habe ihnen gesagt, dass es viel zu früh ist, um zu fliegen. Wir haben noch nichts erreicht." Das trifft auch auf den Gegner zu. Um sich auf die erwarteten mehr als 30 Grad am frühen Abend in der Donbass Arena vorzubereiten, greift Frankreich dabei zu Spezialtricks: Franck Ribéry und Co. steigen jeden Abend im Trainingszentrum Kirscha für drei Minuten in eine Kältekammer und tragen während der Halbzeit Kühlwesten. An einen Heimvorteil aufgrund des Wetters glaubt Blochin allerdings nicht: "Es ist praktisch unmöglich, sich an diese Hitze zu gewöhnen", sagte der Coach. Ausgeschlossen war in den sechs bisherigen Aufeinandertreffen auch ein Sieg der Ukraine gegen den zweimaligen Europameister, fast genau vor einem Jahr kassierte der Co-Gastgeber ebenfalls in Donezk eine 1:4-Niederlage. "Die schwierigen Partien kommen jetzt erst. Die Ukraine spielt zu Hause, das wird auf keinen Fall einfach", verdeutlichte Frankreichs Linksverteidiger Patrice Evra dennoch. Allerdings hofft die Offensive um Bayern-Star Ribéry im Vergleich zum ersten Spiel gegen einen sehr defensiven Gegner auf etwas Freiraum für den eigenen Angriffswirbel. "Ich denke, dass sie mehr Fußball als England spielen werden", meinte Evra, "vielleicht bekommen wir dann mehr Platz." |
Kittel feiert Etappensieg in den Niederlanden Marcel Kittel hat die erste Etappe der Radrundfahrt "Ster ZLM Toer" in den Niederlanden gewonnen. Der Erfurter setzte sich nach 151 Kilometern von Eindhoven nach Geleen im Sprint durch. Kittel verwies am Donnerstag den Australier Mark Renshaw und den britischen Weltmeister Mark Cavendish auf die Plätze. Insgesamt stehen vier Tagesabschnitte auf dem Programm. |
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